Damit der Teich klar bleibt, kann man verschiedene Methoden anwenden, nämlich:

  • Die chemische Methode (wie bei Aquarien)
  • Die mechanische Methode (wie bei der Wasserreinigung)
  • Die biologische Methode

Die erste Methode stammt aus der Welt der Aquarien. Je kleiner das Biotop desto größer die Schwierigkeiten, ein Gleichgewicht zu bewahren. Darum hat man allerlei Mittel entwickelt, um die verschiedenenen Werte wie den pH-Wert zu korrigieren. Diese Methode wird also übertragen auf einen größeren Anwendungsbereich, den Teich.

Die zweite Methode kommt aus der Wasserreinigung und arbeitet mit Pumpen und Filtern. Auch Substrat kommt ursprünglich aus der Wassereinigung. Diese Methode ist dazu geeignet, eine große Menge verschmutztes Wasser in kurzer Zeit von Düngemitteln und anderen Schmutzstoffen zu reinigen. Gerade für Koi-Teiche eignet sie sich sehr, denn um jene Fische zu füttern, düngt man eigentlich das Wasser, während Koi andererseits sehr sauberes Wasser brauchen. Doch für einen Pflanzenteich mit einzelnen Alanden oder anderen, nicht karpfenartigen Fischen ist diese Methode unnötig. Diese Methode kann man aber, im Gegensatz zur ersten, mit der dritten kombinieren.

Die dritte Methode ist diejenige, die auch in der Natur am meisten vorkommt. Man spricht vom biologischen Gleichgewicht oder auch von der Ada-Hofman-Methode, so wie sie die Teichliebhaber nennen, die sich schon seit Jahrzehnten mit Teichen auskennen.

Das biologische Gleichgewicht

Biologisches Gleichgewicht bedeutet, dass man die Produktion und Bedürfnisse von pflanzlichen und tierischen Organismen in einem abgeschlossenen Biotop im Gleichgewicht hält. Dadurch bleibt das Teichwasser klar. Vijverplantenland arbeitet nur mit dieser Methode. Sie ist nachhaltig, weil man keine Pumpen und Filter und damit keine Energie verbraucht, und weil sie nicht auf ein temporäres Resultat abzielt, anders als die chemische Methode.

Stickstoffkreislauf

Das biologische Gleichgewicht hängt völlig vom Stickstoffkreislauf ab, in dem viele Faktoren eine Rolle spielen. Diese Faktoren werden hier aufgelistet, zusammen mit einer Erklärung, wie Sie diese beeinflussen können.

Sauerstoffpflanzen: Sorgen Sie für die richtigen Pflanzen in der richtigen Menge. Wir gehen davon aus, dass man pro tausend Liter mindestens einen und einen Viertel Korb voll benötigt. Dabei müssen Sie auch darauf achten, dass diese Pflanzen tatsächlich unter Wasser bleiben. Sauerstoffpflanzen sind aus zwei Gründen wichtig:

Für ihren eigenen Wuchs und Nachwuchs holen sie Düngemittel aus dem Teichwasser.
Sie stellen reinen Sauerstoff her, der für die unterschiedlichen Organismen im Teich wichtig ist. Ohne Sauerstoff erhält man einen stinkenden, verfaulenden Teich (Botulismus).
Übrigens, wenn Sie am Teich eine Libelle sehen, dann ist das ein Zeichen für sauerstoffreiches Wasser.
Düngemittel: Sorgen Sie dafür, dass keine Düngemittel in den Teich gelangen. Dazu muss der Teich mit Leitungs- und nicht mit Grundwasser gefüllt werden. Grundwasser ist meist mit Düngemitteln belastet. Füttern Sie die Fische nicht, und verhindern Sie, dass Düngemittel in den Teich fließen oder wehen können.

Fische: Nehmen Sie keine Karpfenartige oder Kois. Diese fressen nämlich das Futter von den Pflanzenwurzeln weg, wodurch die Pflanzen sich lösen und auf dem Wasser treiben. Geeignete Fische sind beispielsweise Alande und ein einzelner Sonnenbarsch. Diese Fische fressen Wasserflöhe, Mückenlarven und andere Insekten. Der Sonnenbarsch isst auch größere schädliche Insekten und regelt die Anzahl der Fische. Beachten Sie aber, dass der Sonnenbarsch sich schnell vermehrt, darum sollte man sich auf einen beschränken. Warten Sie mindestens sechs Wochen, bevor Sie den Teich mit Fischen bevölkern.

Wasserflöhe: Wasserflöhe essen die einzelligen Algen. Die Wasserflöhe kommen von alleine. Nachdem man den Teich gefüllt hat, dauert es einige Wochen, bevor die Wasserflöhe sich vermehren. Das passiert erst, wenn es ausreichend Nahrung für sie gibt. So kommt es also vor, dass Ihr Teich nach drei bis vier Wochen unerwartet von den einzelligen Algen völlig grün wird. Erst danach werden die Wasserflöhe sich vermehren. Nach etwa einer Woche schlägt Ihr Teich wieder um in klares Wasser. Das ist auch der Grund dafür, warum Sie mit den Fischen warten müssen.

Mikro-Organismen: Die richtigen Mikro-Organismen kommen von allein in den Teich. Sie können den Prozess dadurch beschleunigen, dass sie das Wasser „beimpfen“. Dafür nehmen Sie einen Eimer Teichwasser aus einem klaren Teich, der im biologischen Gleichgewicht ist, und gießen Sie dies in Ihren Teich. Töpfe mit gefriergetrockneten Bakterien verkaufen wir nicht, denn erstens hat die Forschung ergeben, dass dafür gemahlene Spanplatte als Trägermaterial verwendet wird. Das scheint uns nicht gesund zu sein. Zweitens ist Gefriertrocknung dazu geeignet, Bakterien abzutöten.

Äußere Faktoren

Es gibt auch viele äußere Faktoren, die für einen klaren Teich von Bedeutung sind, wie Temperatur und Licht. Die Wassertemperatur im Teich sollte nicht zu sehr schwanken. Ferner stehen die meisten Pflanzen nicht gern den ganzen Tag in der Sonne. Das ist zu bedenken, wenn man einen Teich anlegt und Ort sowie Tiefe einplant.

Einige der äußeren Faktoren lassen sich nicht beeinflussen, wie das Wetter. Nach einem schweren Regenguss kann ein Teich einige Tage lang aus dem Gleichgewicht sein.